Nistkasten Nr. 3
mit zusätzlicher seitlicher Farbkamera

Im Winter 2010 wurde der bisherige Nistkasten durch einen neuen 3. Nistkasten ersetzt. Dieser ist doppelt so breit und zusätzlich zu der oberen Schwarzweiß-Kamera mit einer seitlich neben dem Brutraum angebrachten Farbkamera ausgestattet.
In der Mitte des Nistkastens befindet sich eine Glasplatte zur räumlichen Abtrennung der Farbkamera vom Brutraum. Zwischen beiden Kameras kann manuell oder automatisch hin- und hergeschaltet werden. Hier beschreibe ich Aufbau und Technik des 3. Nistkastens.
Konstruktion
Im Frühjahr 2009 hatte ich mir bei Reichelt die Farbkamera BSC 8W gekauft. Hier dazu mein Test- und Erfahrungsbericht.
Um die neue Farbkamera nutzen zu können, wollte ich es mir zuerst einfach machen und sie in einem Kunststoffgehäuse unterbringen, das ich von außen an den alten Nistkasten anflanschen wollte. Letztlich habe ich mich dann aber doch für den Bau eines neuen, doppelt so breiten Nistkastens entschieden.
In die Mitte des Innenraums kommt eine Glasscheibe als Trennwand zwischen Brut- und Kameraraum. In den linken Teil kommt dann die Farbkamera, die das Geschehen von seitlich oben erfassen soll. Oben drüber wie bisher die S/W-Kamera mit Mikrofon. Die Farbkamera wird beweglich (mittels Magnet) an der linken Seitenwand befestigt. Bei dem neuen Nistkasten sind beide Seitenwände nach unten und das Dach nach oben aufklappbar. Das ist erforderlich, um überall gut heranzukommen. Hier der "Plan", wie ich mir das vorgestellt habe:

Ich bin gespannt, wie meine "Schlafmeise" reagiert, wenn sie plötzlich eine andere Hütte vorfindet, denn die alte kommt ja dann weg.
Auch frage ich mich, wie die Meisen auf die Glasplatte reagieren, in der sie sich vermutlich spiegeln werden, zumal der "Kameraraum" innen schwarz angemalt sein wird, um Reflexionen in der Glasplatte zu vermindern.
Zuschnitt der Teile
Die Einzelteile für den neuen Nistkasten wurden mit der Stichsäge zugesägt. Damit die Schnitte nicht krumm und schief werden, habe ich eine gerade Holzleiste, die ich mit 2 Schraubzwingen parallel zur Schnittlinie befestigt habe, als Führungsschiene verwendet.






Zusammenbau
Die Einzelteile fertig zusammengeschraubt:


Das Dach ist lediglich mit zwei Scharnieren an der Rückwand befestigt und vorne nicht arretiert; durch das Eigengewicht des Nistkastens bleibt es von selbst geschlossen, während der Nistkasten am Balkongeländer hängt.

Innenausstattung und Außenbehandlung
Als Nächstes wurde die Innenausstattung fertiggestellt, d.h. die Führungsschienen für die Glasplatte zwischen Kamera- und Brutraum und für die Sperrholzplatte zur Befestigung der Schwarzweiß-Kamera über dem Brutraum. Die Führungsschienen bestehen aus Fichtenholzleisten mit einem Querschnitt von 13 x 5 mm und wurden an die Innenwände des Nistkastens geleimt. Hier die dazugehörigen Skizzen:









Kamerabefestigung
Die Kamerahalterung ist mittels Magnet auf einer Metallplatte angebracht und kann so beliebig verschoben werden. Als Magnete habe ich 2 Festplattenmagnete verwendet. Da diese jedoch viel zu stark sind, habe ich zwischen Magnet und Metallplatte noch eine 2 mm starke, rechteckige Kunststoffscheibe geklebt.

Das Innere des Kameraraums ist schwarz angemalt, damit sich vom Licht angestrahlte Gegenstände im Innern des Kameraraums nicht in der Glasscheibe spiegeln und dann im Bild erscheinen.

Zur Durchführung der Kabel nach außen wurde eine Kerbe in die Rückwand gemacht. Der drehbar angebrachte Alustreifen soll die Kabel beim Öffnen des Nistkastens in ihrer Position halten:

Aufhängung
Zur Aufhängung am Balkongeländer habe ich wieder zwei Metallwinkel verwendet, die mit M6-Schrauben und Flügelmuttern hinten am Dach des Nistkastens angebracht sind.


Siehe auch
Quelle: